Oswald Unzenbacher

 

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Gerechtigkeit für die Heilige Inquisition

Die Heilige Inquisition, sie war wahrlich heilig. V?llig zu Unrecht ist der Ruf von Inquisitoren ?hnlich schlecht, wie der von Nazischergen. V?llig zu Unrecht deswegen, weil wider jeden historischen Befund von gewissenhafter G?te. Zuerst einmal ist es n?tig, zwischen der Spanischen Inquisition und der Heiligen Inquisition zu unterscheiden. Die Spanische Inquisition war eine gesonderte Einrichtung zum Zwecke der Stabilisierung eines von f?rchterlichen Kriegen und kulturell-ethnischen Zwistigkeiten verheerten und zerrissenen Landes. Ihre Hauptfunktion war die geordnete Assimilation nichtchristlicher und orientalischer Volksgruppen in die christliche Leitkultur. Die dabei angewandten Methoden waren nicht immer sanftm?tig, doch wird nur selten die Frage nach der Alternative gestellt: ungestillter V?lkerhass und endloser Krieg.

Aufgabe der Heiligen Inquisition war die Pflege und Beh?tung des rechten Glaubens und somit die Erlangung und Sicherung zivilisatorischer Errungenschaften in einem Zeitalter ohne gediegener Sozialordnung und allerorts ausbrechender Anarchie. Wir befinden uns im ausgehenden Mittelalter; der Zivilisationsprozess ist kaum noch angelaufen und h?ngt absolut von selbstlosen Bem?hungen der Kirchenleute ab. Der herrschende Geschichtsmythos zeichnet uns nun ein verzehrtes Bild dieser Zeit. V?llig unrichtig und im Geiste atheistischer Ideologie verf?lschend wird uns Gegenw?rtigen vor allem die Verfolgung von Hexern und Hexen ?berliefert. Der Hexenwahn war zu allen Zeiten tief im heidnischen Gem?t verankert. Germanen und Kelten glaubten seit je her an die magische Wirkmacht von Hexen und Hexern. Die katholische Kirche bem?hte sich diesen heidnischen Aberglauben zu ?berwinden und stellte sich f?r ein Jahrtausend lang sch?tzend vor jene M?nner und Frauen, die das unaufgekl?rte Volksempfinden der vermuteten Hexerei wegen in Verzweiflung und Tod hetzte. Der Hexenwahn wurde als unchristliches Laster ge?chtet. Und vom kaum wirklich missionierten P?bel als Hexen verbrannte Frauen wurden vom Klerus zu M?rtyrerinnen erkl?rt. Erst in den Wirren der gro?en Ketzerbewegungen (Waldenser, Albigenser, Katharer) und zersetzenden H?resien ab dem 13. Jahrhundert war der Gottesmann in seiner Not zu Konzessionen an das keineswegs gesunde Volksempfinden bereit. In den folgenden 400 Jahren sollten in ganz Europa rund 60.000 Frauen und M?nner den Flammentod erleiden m?ssen.

Hauptzweck der Inquisition war jedoch nie die Vernichtung des Hexers und der Hexe, sondern seine und ihre Bekehrung zum rechten Glauben. Gro?inquisitoren gab es in ganz Europa ?brigens zu keiner Zeit je mehr als ein gutes Dutzend zugleich, darunter sicherlich einige Verbrecher, doch in der ?berwiegenden Mehrzahl handelte es sich um gelehrte, weise, liebevolle und oft geradezu heilige M?nner. Nur ein Bruchteil der Opfer aus den Hexenverfolgungen ist ihnen anzulasten, bzw. falls doch, dann nur jenen charakterlich nachl?ssigen unter ihnen. Einige aus ihrer Schar k?mpften sogar ihr Lebtag lang gegen den heidnischen und von den weltlichen M?chten beg?nstigten und mit Feuereifer betriebenen Brauch der Hexenverbrennung.

Nimmt man abschlie?end die Verdienste der heiligen Inquisition um die Zivilisierung eines nach dem Zusammenbruch des r?mischen Reiches verwilderten Europas, so darf man sagen: Sie war dem Abendland ein Segen und hat sich ihr Attribut der Heiligkeit redlich verdient. Ohne ihr heilsames Wirken h?tte die Geschichte des dunklen Kontinents einen anderen, blutigeren, weil barbarischeren Weg genommen.
1.10.05 01:59


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Wirtschaftsliberalismus

Von seinem Ungeist ist rasch gesprochen. Nichts ist ihm heilig und so entspringt ihm auch kein Heil. Sein Fetisch ist unentwegtes Wachstum um der Profitraten willen, unbedacht des Umstandes, dass ein Wachstum au?erhalb ?kologischer Kreisl?ufe den rasanten Abbau von unwiederbringlichen Natursch?tzen voraussetzt. Auch verlangt die wirtschaftsliberale Lebensordnung (besser passte Todesordnung) nach immer mehr Menschen um sie zu verbrauchen - als Produzenten und Konsumenten eines stetig ?berquellenden Warenangebots, das in dieser Form von niemandem ben?tigt wird. In seinem nihilistischen Streben gebiert die Wirklichkeit des Wirtschaftsliberalismus nichts als Unheil. Sein Verlangen nach Menschen und noch mehr Menschen funktioniert nach einer Logik der Unmoral und sozialen Verantwortungslosigkeit, muss doch die gro?e Zahl erst entweder unkeusch gez?chtet oder aus aller Herren L?nder zur schlussendlichen Verelendung des eigenen Landes angelockt werden. Genug kann nie gen?gen, lautet der Lenker in den Chefetagen der Konzerne ihr Credo. Verschlei? von Mensch, Tier und Natur ist das Ma? aller Dinge. Und was nicht dinglich, sondern geistlich ist, ist nach dem Daf?rhalten dieser Denkweise ohne jeden Sinn und Wert. Ihr besonderer Charakterzug ist die Gottlosigkeit, die es selbst dann nicht zu verkennen gilt, wenn fr?mmelndes Gehaben und pseudokonservatives Gerede zur emsigen Inszenierung gelangt. Wirtschaftsethik ohne soziale Gerechtigkeit ist einem Leben im Heiligen Geist diametral entgegengerichtet. Denn das siebte und das zehnte Gebot stehen der wirtschaftsliberalen Herrschaftsideologie unvers?hnlich entgegen: Das siebte ?Du sollst nicht stehlen?, weil es die Unversehrtheit der Sch?pfung, einen sanften Umgang mit den Tieren und eine gerechte G?terverteilung einschlie?lich die solidarische Liebe zu den Armen umfasst, das zehnte ?Du sollst nicht begehren deines n?chsten Gut?, weil es einerseits Gier, Neid und die ungez?gelte Habsucht nach sodann allemal fremden G?tern verbietet, andererseits die Losl?sung vom Reichtum im Geist der evangelischen Armut gebietet. Schlussendlich sollte das gr??te Verlangen des Menschen niemals dem Profit, sondern immer der Wesensschau Gottes gelten. Wozu ein stiller, weil kontemplativer Lebensstil unumg?nglich ist. Der Wirtschaftsliberalismus w?nscht jedoch besinnungslose Hektik und gesch?ftigen L?rm, was jeder Spiritualit?t dann endg?ltig den Garaus machen muss.
1.10.05 17:37


Keuschheit ist der Frauen Zier

Die materialistische Auffassung vom Wesen der Keuschheit verwechselt nur zu oft Anstand mit Unterdr?ckung, Entm?ndigung und religi?sem Fanatismus und verkennt somit das Streben nach Reinheit als Repression. Keuschheit meint jedoch nicht nur die Kontrolle und Abwehr sinnlicher Begierden, sondern ins Positive gewendet, die Hinwendung zu Reinheit, Glaube und Treue. Sie verarmt also nicht, sondern bereichert. Enthaltsamkeit entfaltet die seelische Dimension des Menschen. Sexuelle Ungezwungenheit hingegen verroht den Menschen. Die Anordnung anst?ndiger Bekleidungsart durch sittliche Autorit?ten ist folglich F?rsorge. Erst die Verh?llung des weiblichen K?rpers, macht eine Kultur gelebter Spiritualit?t realisierbar. Eine Kultur, die uns alle weiterbringt. Die Gr?nen liegen deswegen nicht falsch, wenn sie zuweilen f?r das Recht muslimischer Frauen auf eine z?chtige Kleiderordnung eintreten. Was sich auch dem christlichen Kulturkreis zugeh?rige Frauen zu Gem?te nehmen sollten, die nur allzu oft durch kaum einmal noch nachl?ssig verh?llte Reize ?rgernis erregen.

Unachtsamkeit ist der Pfad des Todes.
1.10.05 20:06


Kleine Tugendlehre

Die Tugend ist eine best?ndige, feste Neigung, das Gute zu tun. So definiert es der Katechismus der katholischen Kirche. Spricht man mit P?dagogen so wird rasch deutlich wie antiquiert das Gebot nach Menschenformung im Sinne tugendlicher Erziehung geworden ist. Nein, der tugendliche Charakter ist nicht mehr gefragt. Unvereinbar mit einem modernen Menschenbild ohne moralischem Normierungsanspruch. Dieser Geisteshaltung absoluter Beliebigkeit m?chte ich eine kleine Tugendlehre entgegenhalten. Vielleicht um den einen oder anderen ein wenig zum Denken ?ber sein sittliches Selbstverst?ndnis anzuregen.

Die vier Kardinaltugenden nach christlicher Auffassung sind die Klugheit, die Gerechtigkeit, die Tapferkeit und die M??igung. Klugheit hei?t vernunftgem?? handeln. Gerechtigkeit meint einem jeden das zukommen lassen; was er verdient. Tapferkeit gebietet im Erstreben des Guten durchzuhalten, wenn n?tig bis zur Selbstaufopferung. M??igung sichert die Herrschaft des Willens ?ber die Triebe. Dazu kommen dann noch die g?ttlichen Tugenden: der Glaube, die Hoffnung und die Liebe. Sie werden g?ttlich genannt, weil sie direkt auf Gott abzielen: Wir glauben an den Herren und somit an seine Sch?pfung. Wir lieben ihn und somit sein Gesch?pf, den Menschen. Wir erhoffen uns von ihm das ewige Leben und vertrauen auf die Verhei?ungen Christi. Des Weiteren gibt es als bleibende Anlagen zur Kenntnis g?ttlicher Eingebungen die Gaben des Heiligen Geistes, welche sind: Weisheit, Einsicht, Rat, St?rke, Erkenntnis, Fr?mmigkeit und Gottesfurcht. Zuletzt verbleiben dann noch zur Erw?hnung die Fr?chte des Heiligen Geistes: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, G?te, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit. Gelingt es diese in unser Leben zu integrieren, so ist uns Vollkommenheit beschieden.

Vielleicht sollten P?dagogen dies doch wieder beherzigen. Die sittliche Verwahrlosung unserer Jugend, die nur noch das eine Mal von Sinnenlust das andere Mal von Selbstmord spricht und allemal von Missmut und ?berdruss geleitet ist, sollte ein dringendes Motiv daf?r sein.
1.10.05 23:31


Das Ende der Idee vom gerechten Krieg

Das katholische Lehramt kennt immer noch einen Begriff von gerechtem Krieg, der, obgleich auf Grenzf?lle eingeschr?nkt, unter bestimmten Bedingungen als ultima ratio sittlich gerechtfertigt sein kann. Einmal mehr bin ich deswegen nun angehalten von der herrschenden Lehrmeinung abzuweichen, indem ich behaupte, dass in heutiger Zeit ein gerechter Krieg nicht mehr denkbar und schon gar nicht reinem Gewissens f?hrbar ist. Gerecht kann ein Krieg regelm??ig nur dann sein, wenn er in ?u?erster Notwehr und im Zeichen des Kreuzes gef?hrt wird. Das Kreuz ist jedoch aus den Herzen der Menschen und M?chtigen getilgt, somit eine wichtige Voraussetzung f?rderhin fehlt. Die Zeiten, als noch gerechte Kriege gef?hrt wurden, sind unwiederbringlich vorbei. Sehr wohl, die Kreuzz?ge im Mittelalter waren noch als notwehrliche Reaktionen auf Aggressionen und mit p?pstlichem Segen geleitet, unternommen zur Sicherung von heiligen St?tten vor heidnischem Zugriff und zu deren eigenem Seelenheil, doch dies ist Geschichte. Zwiesp?ltig muss gegenw?rtig jede Haltung zum Irakkrieg sein, wo zweifelhaft bleibt, wer nun denn von den Kontrahenten f?r das jeweils unehrenhaftere Motiv einsteht. Ein Kreuzzug, also ein bewaffneter Pilgerzug im Zeichen des Kreuzes, ist der Einmarsch der US-Armee in den Irak ganz sicher nicht gewesen und ihr Verbleib dient keinem h?heren Zweck als der Aufbereitung des arabischen Landes im Dienste ferner Kapitalverwertungsinteressen. Andere Motive als die Vermittlung eines h?herwertigen Begriffs von Menschlichkeit sind mutma?lich bestimmend. ?berhaupt hat der Westen dem Osten und S?den keine Werte mehr zu lehren, die einen Einsatz von milit?rischer Gewalt sittlich gestatten k?nnten. Oder sind Wegwerfg?ter, Kommerzmusik, sexualisierte Medien und Moden zur Begl?ckung darbender Menschen gedacht? Wer ritterlichen Gebl?ts ist, der m?ge nun somit sein Schwert f?r immer verstauen und sich hink?nftig heldenhaft dem Kampfe gegen das geistige und materielle Elend in dieser Welt, au?er und in ihm, widmen. So lebe er gottgef?llig als Krieger der N?chstenliebe, denn: Gott will es!
3.10.05 01:04


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