Oswald Unzenbacher

 

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Pessimistische Perspektive

Um die Moral des westlichen Abendlands ist es schlecht bestellt. Wer hätte das nicht schon geahnt? Und doch, so banal diese Wahrheit, muss sie doch immerzu auf ein Neuerliches ausgesprochen werden. Und wenn, dann bestens von einer Person intellektuellen Schwergewichts. Der französische Soziologe Jean Baudrillard liest nun also der westlichen Menschheit die Leviten. Insbesondere die ganze Einwanderungsthematik illustriere das Auseinanderfallen einer Gesellschaft, die mit sich selbst nicht mehr zurecht komme: "Uns gelingt es nicht mehr, unsere eigenen Werte zu integrieren; da wir sie nicht mehr befolgen, verlangen wir sie - freiwillig oder unter Zwang - von den anderen." Wir wissen, so Baudrillard, selbst nicht mehr, in welches Modell wir die Einwanderer integrieren wollen. "Wir sind selbst das traurige Beispiel einer 'erfolgreichen' Integration in eine völlig banalisierte, technische und bequeme Lebensart, und bemühen uns, diese nicht zu hinterfragen."

Wer würde daran zweifeln? Völlig verrottet und bar jeden Wertebezugs siecht der Westen vor sich hin. Was fehlt ist die Glaubenszucht in angestammter Spiritualität. Alltägliche Gewalt unterminiert die Fundamente gesellschaftlicher Wirklichkeit, Multikulti ist am Ende und doch zielt alle herrschende Politik auf die Realisierung einer multikulturellen Gesellschaftsordnung ab. Aus sozialromantischer Naivität, aus ökonomischer Gier. All das gemahnt uns an die Schreckensvision des untergehenden Abendlands und so wissen wir um die Notwendigkeit einer raschen Umkehr. Wir bedürfen der uns angestammten Zucht im Glauben, welche einzig christlich ist, denn der christliche Weg ist unser Pfad zum Heil. Wollen wir ihn nicht beschreiten, mag dies unser Ende sein.
23.12.05 00:18


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Geschändetes Weihnachtsfest

Es ist zwar lang noch nicht Silvesternacht, sondern vielmehr kaum schon Weihnacht, aber so einige Halbstarkenbanden, die ?berall in der sch?nen Stadt ihr Unwesen treiben, k?nnen schon jetzt nicht an sich halten seit Tagen ihre Mitwelt mit v?llig vertrottelten Knallereien in Terror zu versetzen. Offenbar nimmt man sich im Kleinen franz?sische Verh?ltnisse zum Vorbild, denn oftmals, so sagt es die Betrachtung, sind die Unholde ?u?erlich von orientalischer Erscheinungsgestalt. Ihnen ist Weihnachten also kein Begriff und falls ihr geringes Bewusstsein den christlichen Bedeutungsgehalt des Christenfests auch nur erahnt, d?rfte es ihnen eine Genugtuung sein, die weihevolle Stimmung mit barbarischen Geb?rden zu durchbrechen. Viel anders ist diese Identit?t stiftende Bel?stigung ja fast nicht mehr zu deuten. Harmlos im Vergleich mit dem anhaltenden W?ten in franz?sischen Vorst?dten ist es gar wohl, aber nicht weniger nervend und erniedrigend. Die besinnlichste Zeit im Jahr ist beim Teufel. Was schert es die Ungl?ubigen? Und was schert es den abendl?ndischen Christen, der schon genug unter den allgegenw?rtigen heidnischen Ankl?ngen zu leiden hat? Ein Kaufrausch bis zur Besinnungslosigkeit, das gleicherma?en kitschige wie heidnische Baumsymbol, die sich darunter h?ufenden Materialien, ach wie verkommen ist die abendl?ndische Menschheit, ach wie sehr korrumpiert. Es ist kein geistlich? Fest, sondern eines des Ungeistes, dem vielleicht gar zu Recht lautstark geh?hnt wird. Die einen, die Abendl?ndischen, tanzen um das goldene Kalb, die anderen, die Morgenl?ndischen, fr?nen ihren Gewaltritualen. Wer wollte da nicht kotzen m?ssen?

Weihnacht ist also weniger ein Fest der Fr?hlichkeit, denn eines der anhaltenden Depression. Und viele Menschen, mit denen ich ins Gespr?ch komme, sind ob der vernehmbaren Gewalt zur stillsten Zeit erz?rnt und verzweifelt. Soll das jetzt nur noch so dahingehen? Jedes Jahr fr?her, jedes Jahr mehr Brutalisierung der Umgangsformen? Muss diese Inszenierung von ?Pseudokrieg? denn sein? Als bittere Beigabe zum verrotteten Weihnachtsfest? Immerhin sollte es doch gerade eine Zeit der Besinnung und spirituellen Einkehr sein. Was freilich der Stille bedarf; und nicht des Nerv auszehrenden Krachs. Muss sagen, das ist wahrlich gedeihlich f?r unser Zusammenleben. Wohin f?hrt das noch? Stinksauer k?nnt? man werden. Die Christenheit bedarf einer R?ckbesinnung auf Werte der Ordnung und Zucht in den Formen ihres zwischenmenschlichen Umgangs. Mit liebendem Zwang und f?rsorglicher Konsequenz vollzogen! Weihnacht, wie es als geistige Not des Abendlandes erfahrbar ist, ist nichts weniger als ein Aufruf zur dringlichen Umkehr.
23.12.05 23:52


Ignatius von Loyola

Er k?mpfte als ein wahrer Ritter des Kreuzes f?r ein christliches Abendland. Gedenken wir seiner; seien wir ihm ein getreues Gefolge. Wehrhaft ist der Christ in liebevoller F?rsorge um den N?chsten. Nicht zuf?llig hat das Kreuz eines Schwertes Gestalt. Gott will es!

Heiliger Ignatius von Loyola
24.12.05 00:32


Über das Elend christlicher Tierethik in Wort und Praxis

Der in diesen Tagen publizierte Kommentar von Kurt Remele zur Praxis christlicher Tierethik [Titel: "Alter Hut, alte Moral] verdient einer besonderen Beachtung. Kurt Remele betont hierin die leider nicht zu verleugnenden Defizite in der christlichen Praxis gegen?ber dem Rechte des Tieres und ruft uns in demselbigen Wortzug die bittere Klage des Franziskanerm?nches Nazareno Fabretti in Erinnerung, der einst schrieb: "Gewalt, Ehrgeiz und Selbstsucht von M?nnern und Frauen haben dazu gef?hrt, dass Hermeline tierqu?lerisch gez?chtet, mit Fallen gefangen und brutal get?tet werden."

Kurt Remele f?gt dem hinzu: Tiere werden als Material f?r Pelzm?ntel lebenslang gequ?lt und als Versuchsobjekte f?r Kosmetika grausam gefoltert, als unliebsames Weihnachtsgeschenk im Hausm?ll entsorgt, und schlie?lich ? nach allen Qualen der Massentierhaltung und des Tiertransports ? braven Wohlstandsb?rgern als Festtagsbraten zur Vertilgung vorgesetzt. Hinzuweisen ist allerdings darauf, dass es auch in der Geschichte des Christentums immer wieder Menschen gab, die Tierleid achtsam wahrgenommen und sich dagegen ausgesprochen haben.

Kurt Remele nennt in diesem Zusammenhang den hl. Franz von Assisi, den hl. Richard von Chichester, Johannes Ude und Eugen Drewermann, William Cowherd und Humphrey Primatt. Und beschlie?t seinen Aufsatz mit den Worten von Reverend Primatt: ?Zu welcher Religion wir uns auch immer bekennen, Grausamkeit ist Atheismus. Wenn wir uns auch noch so sehr zum Christentum zugeh?rig f?hlen, Grausamkeit ist Unglauben." Und: "Grausamkeit gegen?ber Menschen und Tieren ist die schlimmste aller Irrlehren."

Dem mag ich mich nicht nur vorbehaltlos, sonder ?berdies auch vollinhaltlich anschlie?en.
25.12.05 21:56





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